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Bellermont / Unter Stein

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NACHT TRAUM REISE

Bellermont / Unter Stein

Tageszeitung, 16.10.2012
Apokalypse, endlich!
 

Die Projektgruppe Fabrik Azzurro zeigt „Bellermont/Unter Stein“ auf Schloss Wangen-Bellermont – und steuert in einem Konglomerat aus Zitaten von Georg Gasser und künstlerischer Performance unverdrossen dem Weltuntergang entgegen...

   

...Überhaupt lässt die Apokalyse auf sich warten, kippt man halt noch ein Bier und vertreibt sich die Zeit... Vielleicht hat sich die Sekretärin der Mayas ja vertippt, bei den zwei Monaten und den paar Tagen, die noch bleiben...
Ganz schön verrückt und bunt treiben´s die Projektgruppe Fabrik Azzurro auf Schloss Wangen-Bellermont nahe Bozen im Stück „Bellermont/Unter Stein“. Nach einem Text von Heinrich Schwazer und in der Inszenierung von Torsten Schilling wird in einer wilden Collage aus Theater, Maskerade, Tanz und Bildender Kunst der Endzeitstimmung grotesker Humor und lustvolles Schauspiel entgegengesetzt...
Das Stück liefert keine Biografie Georg Gassers, geschweige denn eine Verneigung... Am Eingang des Schlosses werden die Zuschauer von Schauspielerin Eva Kuen erwartet... unmissverständlich in der Rolle des G.G. Als Harlekin im Sarner und mit verrauchter Stimme führt Susan La Dez die Zuschauer... durch den Parcours des Schlosses. Unterwegs begegnet einem Christina Khuen im Dirndl, die darüber sinniert, ob denn die Liebe ewig währt und so das Weltende überdauern kann.
Zur Hochform laufen die drei Schauspielerinnen im Schlossinneren auf. Hier toben sie sich aus, schwirren durch den Raum (Choreographie Martina Marini, Ausstattung Zita Pichler) und singen zur Musik von TurboTrööt (Lukas Abram, Nick Barbolini, Wilco Lensink unterhalten schräg mit Gitarre, Bass, Blasinstrument und Schlagzeug in Kostümen ausgestopfter Tiere). Alle Freiheit den Narren – so kam schon öfter die ein oder andere Wahrheit ans Licht!
Den roten Faden im Stück muss sich der Zuschauer selbst zurechtlegen, um sich auf das präsentierte Gedankenlabyrinth und Sinnesspektakel einen Reim zu bilden. Manch einer wird angesichts der  anarchistischen Ansätze und skurrilen Einfälle die Nase rümpfen, andere wird´s schlichtweg amüsieren. Oder man lässt sich einfach von der Spiellust des Ensembles anstecken.
Begleitend zur Aufführung werden im Schloss Arbeiten der Künstler Linda Wolfsgruber, Gino Alberti und Peter Chiusole ausgestellt. In einleitenden Worten zur Ausstellungseröffnung meint Schwazer, Erde und Menschheit passten einfach nicht zusammen. Und doch darf vermutet werden, dass sie so bald nicht voneinander loskommen.
Markus Hellweger, Neue Südtiroler Tageszeitung

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